Entstehung


Die Entstehung und Entwicklung des Tempels

Im Jahre 1973 errichtete Sri Swami Omkarananda im Omkarananda Ashram in Winterthur, an der Anton-Graff-Strasse 41,  einen Vedischen Tempel – jenseits aller Religionen, Glaubensrichtungen und Dogmen. Hier werden Pujas, Havanas und spezielle Gebete für all jene durchgeführt, die in Not sind. Ebenso finden hier verschiedene Zeremonien für das Wohlergehen der gesamten Menschheit statt.

Das erste Havana oder Yagna wurde im März 1974 in der Gegenwart Swami Omkaranandas von einem indischen Priester zelebriert.

Am 16. Februar 1976 vollzog ein indischer Pandit die Einweihungsriten für das erste Shivalingam. Es erhielt den Namen Omkareshwar. Seither finden hier täglich Abishekas statt.

In der Folgezeit wurde der Omkarananda-Orden der Sannyasins gegründet und das Akhanda-Hawana, das 24-stündige immerwährende Gebet vor dem Heiligen Feuer, begann.

Bald darauf wurde im Parterre des Hauses ein weiterer Tempel, der Veda-Mandir, mit zwei grossen Havana-Kundas gebaut. Hier finden regelmässig besondere Pujas, Havanas sowie Bhajans und Kirtans statt. Viele Jahre lang wurde hier das Mahamrityunjaya-Mantra ununterbrochen rezitiert.

Im Jahre 2000 wurde der Veda-Mandir auch zum Mahasamadhi-Schrein unseres Gurudev, Sri Swami Omkarananda. Der Veda-Mandir ist ein Ort tiefer Inspiration und stiller, ununterbrochener Kommunikation mit Gott und dem Guru.



Die Bedeutung von Yagna

Swami Omkarananda selber gab einmal folgende Antwort auf die Frage, warum ein solches ununterbrochenes Hawana in seinem Ashram in der Schweiz durchgeführt werde:

«Yagna ist eine der machtvollsten Anbetungsformen des Göttlichen. Es wird seit Tausenden von Jahren von grossen Heiligen und Weisen Indiens praktiziert. Mit speziellen vedischen Mantras haben wir die lebendige, auf alles antwortende, dynamische Gegenwart des Feuergottes, Agni-Devata, in dieses Feuer eingeladen. Durch das Feuer bringen wir all unsere Mantragebete dem Göttlichen dar. Das Feuer nimmt unsere Mantras und übergibt sie der allgegenwärtigen, allmächtigen, allwissenden Gottheit unserer Hingabe und Meditation. Wir offerieren unsere Gebete direkt in das Herz des Göttlichen. Womit? Nicht mit unserem unreinen Mund oder unserem unreinen Herzen oder Körper, sondern durch das reinste Element im ganzen Universum: FEUER.

Wenn wir Mantras wiederholen, hört sie der all­hörende Gott. Wenn wir jedoch dieselben Mantras ins Feuer offerieren, erreichen sie unmittelbar das Herz des Göttlichen. Das ist ein Geheimnis. Diese Technik wurde von Gott selbst in den Veden offenbart. Wir wenden diese Technik an und legen unsere Gebete, unsere Mantra-Wiederholungen direkt in den Schoss des Göttlichen.

Diese Feuerzeremonie ist eine wunderbare Zeremonie. Sie übt einen gewaltigen Einfluss auf die ganze Menschheit aus, auf die ganze Schöpfung – auf Planeten, Sterne, die ganze Erde, sichtbare und unsichtbare Wesenheiten – eine wohltätige, segnende Wirkung. Alles gedeiht, alles blüht. Es ist eine wunderbare Zeremonie. Es gibt Geheimnisse über Geheimnisse in dieser Zeremonie; alles wird geläutert.»